OekoNetz Lengenfeld

Regional, ökologisch und unabhängig.

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OekoNetz Lengenfeld: Wind- und Sonnenstrom für landwirtschaftliche Betriebe

Am 08. Dezember 2021 erfolgte mit der Anlieferung der begehbaren Trafostation mit einem Gewicht von 41,5 t an der Trocknungsanlage Lengenfeld ein weiterer Meilenstein für das regionale Ökostromprojekt OekoNetz Lengenfeld.

Wind- und Sonnenstrom für landwirtschaftliche Betriebe

Über das OekoNetz Lengenfeld sollen die Trocknungsgenossenschaft Lengenfeld eG und der Landwirtschaftsbetrieb der Familie Stigler, ein gerade erst im Sommer 2021 fertiggestellter Freiland-Legehennenstall, klimaschonenden Ökostrom beziehen können. Auch die Bio-regionale Genossenschaft Oberpfalz eG (BIregO) plant mit solarer Eigenversorgung in das Projekt einzusteigen. Für dieses Vorhaben gründeten wir die Gesellschaft WINDPOWER OekoNetz GmbH & Co. KG, die in ihrem Namen genau diese synergetische Nutzung transportiert: ein Netzwerk landwirtschaftlicher Akteure im Verbund mit Wind- und Sonnenenergie für die ökologische Stromversorgung ihrer Betriebe.

Drei landwirtschaftliche Betriebe mit Windkraftanlage „vernetzt“

Bereits bei unseren ersten Solar-Wind-Hybridprojekten erwies sich die Doppelnutzung vorhandener Kabelnetze für Wind- und Sonnenstrom als ressourcenschonender Synergieeffekt. Dieses Konzept lässt sich im OekoNetz Lengenfeld ebenfalls anwenden und schließt dabei gleichzeitig lokal ansässige landwirtschaftliche Betriebe ein.

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Die landwirtschaftlichen Akteure im OekoNetz Lengenfeld sind:

  • Trocknungsgenossenschaft Lengenfeld eG
  • Landwirtschaftsbetrieb Familie Stigler mit Familie Pfeiffer aus Federhof
  • Bio-regionale Genossenschaft Oberpfalz eG (BIregO)

Ein nächster Schritt Richtung Ökologie und Regionalität

Von insgesamt vier Photovoltaikanlagen (PVA) sowie einer Bestandsanlage im Windpark Deining-Velburg sollen die Betriebe den regional und ökologisch erzeugten Strom beziehen. Franz Xaver Eichenseer, Vorstand der Trocknungsgenossenschaft Lengenfeld ist überzeugt von den Vorteilen der Solarenergie für die Region:

„Die Produktion von wirtschaftseigenem Futter, Ökologie und Regionalität – diese Schlagworte bilden das Leitbild unserer Genossenschaft. Was wäre also passender als auch die für die Trocknung benötigte Energie von sauberen Kraftwerken aus der Region zu beziehen? Als Akteur im OekoNetz Lengenfeld haben wir einen nächsten Schritt hin zu noch mehr Ökologie und Regionalität getan.“

Franz Xaver Eichenseer, Vorstand der Trocknungsgenossenschaft Lengenfeld eG

 Auch für Markus Schenk von der BiregO passt das OekoNetz perfekt ins Konzept:

„Die BIregO wurde von Bio-Landwirten und Bio-Verarbeitern gegründet, um Synergien zwischen den Akteuren entlang der Wertschöpfungskette auszubauen und eine transparente Lebensmittelproduktion zu fördern. Nun als Akteur im OekoNetz auf weitere ressourcenschonende Synergieeffekte bauen zu können passt perfekt ins ökologische Konzept unserer Genossenschaft.“ 

Ressourceneinsparung durch Synergieeffekte

Da an diesem Kabelendpunkt des öffentlichen Netzes aktuell keine zusätzliche Einspeisekapazität vorhanden ist, konnte das Projekt nur Dank des natürlichen Wechsels zwischen Wind- und Sonnenenergie realisiert werden. So wird die mittlerweile knappe Ressource eines aufnahmefähigen Stromnetzes für weitere Erneuerbare Kraftwerke in der Region gewährleistet. Das Hybrid-Kraftwerk verfügt somit über eine maximale Einspeiseleistung von zwei Megawatt, die der maximalen Leistung der Windkraftanlage entspricht. Tritt der seltene Fall ein, dass Wind- und Solarenergie kombiniert über zwei Megawatt Energie produzieren, so reduziert der eigens für das Projekt realisierte übergeordnete Parkregler die Gesamtleistung entsprechend und unterbindet die Überschreitung der maximalen Einspeiseleistung.

Querbelieferungen nur als Netzbetreiber

Technisch wäre es möglich und naheliegend, Strom im eigenen Netz aus der PVA Lengenfeld 2 (Legehennenstall) an die Standorte der Trocknungsanlage und der BIregO sowie an sonnenarmen Tagen Windstrom aus der WEA Harenzhofen 1 an alle drei Verbraucher zu liefern. Diese Maßnahme würde die Strom-Autarkie im OekoNetz deutlich steigern.

Aufgrund gesetzlicher Hürden können wir dies aktuell jedoch nicht realisieren. Da das firmeneigene Kabelnetz über öffentliche Straßen führt, verlangt die momentane Gesetzeslage, dass WINDPOWER Netzbetreiber würde, um die Querbelieferung von Wind- und Sonnenstrom umzusetzen.

Wind, Sonne und mehr im OekoNetz Lengenfeld.

Durch die Vernetzung und die gemeinsame Nutzung von Flächen zur Energiegewinnung und den Rückgriff auf vorhandene Infrastruktur kann in Lengenfeld ein innovatives Projekt in Sachen Energieautarkie, regionale Wertschöpfung und klimaschonender Stromerzeugung geschaffen werden. Das OekoNetz Lengenfeld weist mit seinen partnerschaftlichen und synergetisch wertvollen Eigenschaften den Weg in eine ökonomisch und ökologisch starke Form der Energiegewinnung: autark, regional und klimaschonend.

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