Einer der leistungsstärksten Windparks Bayern

Mitten im Oberpfälzer Jura gelegen drehen sich 20 Mühlen im Wind. Der Windpark Deining-Velburg ist mit über 45 MW installierter einer der leistungsstärksten Windparks in ganz Bayern. Manche der Anlagen erzeugen hier bereits seit über 15 Jahren Strom aus Wind. Sechs Bürgerenergiegesellschaften der Windpower Firmengruppe betreiben im Windpark Deining-Velburg sechs der zwanzig Windkraftwerke. Über die Windpower Betreibergesellschaften, den Oberpfälzer Windfonds, die Bürgergenossenschaft Jurenergie eG und den Maxwindfonds sind rund. 2.200 Bürgerinnen und Bürger sowie über die Energieallianz 38 meist mittlere kommunale Versorgungsunternehmen, etwa die Stadtwerke Neumarkt, am Windpark Deining-Velburg beteiligt.

Technologie:

Neben einer Pfleiderer-Anlage (PWE 650S75, IBN 2003) und einer Enercon E-82 (IBN 2009) stehen vier zwischen 2013 und 2015 in Betrieb genommene Windkraftwerke (1x Senvion 3.0M122, 3x Senvion 3.2M114) im Park. Die neueste Senvion-Anlage erzeugt bei 143 m Nabenhöhe und 11.690 m² Rotorfläche rund achtmal mehr Strom als die 12 Jahre ältere Pfleiderer-Anlage. In 2018 kaufte die Windpower Firmengruppe die hier in 2013 in Betrieb genommene „WEA Deining 6“: Ebenfalls Senvion 3.2M114

Energie in Bürgerhand:

Von den Einnahmen dieser sechs Bürgerwindkraftwerke profitieren fast 1.700 Menschen, vorwiegend aus der Region Neumarkt und den umliegenden Landkreisen.
Die Öko-Kraftwerke erzeugen gemäß Prognose jährlich 35 Mio. Kilowattstunden Windstrom. Das entspricht dem Bedarf von 8.000 Vier-Personen-Haushalten bzw. von 20% der Einwohner im Landkreis Neumarkt. Gegenüber der Stromerzeugung in einem alten Braunkohlemeiler liegen die Einsparungen bei ca. 40.000 t CO2 bzw. einem mit Kohle vollbeladenem Güterzug von neun Kilometern Länge.

Reduktion der Lichtemission:​

Eines unserer Anliegen war die Reduktion der Turmbeleuchtung im Park, um die Lichtemissionen für Anwohner zu senken. Die Beleuchtung der Windkraftanlagen wird in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen festgelegt. Demnach gelten diese ab einer bestimmten Höhe als Luftfahrthindernisse und sind mit Hindernisbefeuerung zu kennzeichnen: zwei blinkende Signalfeuer auf der Gondel und bislang zwei Turmbeleuchtungsebenen mit insgesamt acht Lampen. Schon seit Jahren drosseln wir mittels einer automatischen Leuchtstärkenreduzierung die Intensität der Signallichter in klaren Nächten um 90%. Danke einer Änderung der Verwaltungsvorschrift konnten wir in 2017 beantragen, alle vier Lampen der unteren Beleuchtungsebene abzuschalten. Mit Erfolg: Das Landratsam Neumarkt erteilte die Genehmigung und wir reduzierten die Beleuchtung. Und zwar an allen 20 von uns betreuten Windmühlen mit hohen Türmen in den Windparks Berching, Sengenthal-Winnberg, Pilsach-Neumarkt und Deining-Velburg.