Exkursionsziel des Themenwegs „Klimaschutzweg Regensburg“​

Die WEA Deining 9 ist Teil eines der Leistungsstärksten Windparks in ganz Bayern (Windpark Deining-Velburg). Die Anlage ist mit dem Zug vom Bahnhof Batzhausen aus in 3 km zu Fuß erreichbar und deswegen auch als Exkursionsziel für den Klimaschutzweg Regensburg gewählt.

An der Anlage selbst ist eine große Infotafel errichtet. Hier stellt WINDPOWER Informationen bereit zur Umsetzung des Windenergieprojekts, zu den Details der technischen Funktionsweise des Windkraftwerks sowie zur Bürgerbeteiligung im Park. Der Standort der WEA Deinig 9 befindet sich auf 540 m Höhe. Diese Höhenlage garantiert eine optimale Angriffsfläche für die vorherrschenden West- und Ostwindströmungen auf den Oberpfälzer Jurahöhen. 

Technik und Dimensionen

Das Windkraftwerk wurde von der Firma Senvion aus Hamburg hergestellt. Aufgrund des großen Rotordurchmessers von 114m und des hohen Turms mit 143 m ist die Anlage ideal für das Binnenland. Sie erntet Wind auf einer Fläche von 10.207 m², dies entspricht ca. 1,5 Fußballfeldern. Das Betonfundament ist ein kreisförmiges Ringfundament aus 650 m² Stahlbeton mit einem Durchmesser von 21,5 m. Der Hybridturm hat einen Turmfuß mit einem Durchmesser von 9,6 m. Der untere Teil besteht aus Betonfertigteilringen mit „trockener Fuge“, diese hochpräzisen horizontalen Betonfugen werden mit CNC-Schleifmaschinen hergestellt. Die Höhe des Turms von 143 m setzt sich zusammen aus 3 m Fundamenthöhe über Bodenniveau, 83 m verspanntem Fertigteilbetonturm, 55 m Stahlturm und 2 m Maschinenhaus bis zur Nabe. Das Maschinenhaus alleine besitzt die Größe eines kleinen Einfamilienhauses. Der darin verbaute Generator hat eine Leistung von 3,2 Megawatt.

Ökologische Bilanz

Die Ökologische Bilanz dieser Windkraftanlage ist nicht nur aufgrund der geringen energetischen Amortisationszeit von nur etwa 10 Monaten hervorragend. Mit der jährlich produzierten Strommenge von rund 8 Millionen Kilowattstunden können ca. 7.000 Personen mit ökologischem und kostengünstigem Strom versorgt werden. Im Vergleich zu einem konventionellen Braunkohlekraftwerk spart die Windmühle im Laufe ihrer 25-jährigen Mindestlaufzeit rund 225.000 t CO2 Emissionen ein.