Vorbildlich für die Energiewende:

Rund 2.300 Personen und 8 Kommunen sind an den Erträgen des Windparks beteiligt.

Auf der Hochfläche östlich von Berching drehen sich 10 Mühlen im Wind. Der Großteil wurde in den Jahren 2012 und 2013 errichtet. Sechs unserer Gesellschaften betreiben im Bürgerwindpark Berching fünf Windkraftwerke sowie das Umspannwerk. Daneben kümmern sich hier andere Betreiber wie die Firmengruppe Max Bögl um weitere Anlagen des Herstellers Senvion, eine neuere Vestas Anlage, eine ältere Enercon und eine Neg Micon-Anlage.

Das Bayerische Wirtschaftsministerium führt unseren Berchinger Windpark als Vorzeigeobjekt für die Energiewende und spricht von einem echten Bürgerwindpark. Denn über die Betreibergesellschaften, den Oberpfälzer Windfonds, den Maxwindfonds sowie Energiegenossenschaften sind ca. 2.300 Personen und acht Kommunen an den Erträgen der Windstromproduktion beteiligt. Mit dem Windpark Berching wurde WINDPOWER ausgezeichnet als „Gestalter der Energiewende 2014.“

Leistungsstarke Technologie in Bürgerhand

Fünf moderne Windmühlen des Hamburger Herstellers Senvion, Typ 3.2M114 auf 143 m Bögl-Turm. Jede Mühle erntet Wind auf 10.207 m2 Rotorfläche. Dies kommt der Größe von ca. 1,5 Fußballfeldern gleich. Allein an diesen fünf Bürgerwindkraftwerken sind insgesamt 1.800 Menschen beteiligt.

Die Energiebilanz: Öko-Strom für rund 7.000 Vier-Personen-Haushalte

Die Berchinger Öko-Kraftwerke haben bisher rund 130 Mio. kWh umweltfreundlichen Windstrom erzeugt. Dies entspricht dem Bedarf von 7.000 Vier-Personen-Haushalten bzw. dem Gesamtstromverbrauch der Stadt Berching inkl. Industrie! Gegenüber der Stromerzeugung in einem alten Braunkohlemeiler liegen die Einsparungen bei ca. 150.000 t CO2 bzw. einem vollbeladenen Güterzug mit 35 km Länge.

Innovativ: Die Reduktion der Lichtemission.

Eines unserer Anliegen war die Reduktion der Turmbeleuchtung im Park, um die Lichtemissionen für Anwohner deutlich abzusenken. Die Beleuchtung der Windkraftanlagen wird in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen festgelegt. Demnach gelten diese ab einer bestimmten Höhe als Luftfahrthindernisse und sind mit Hindernisbefeuerung zu kennzeichnen: zwei blinkende Signalfeuer auf der Gondel und bislang zwei Turmbeleuchtungsebenen mit insgesamt acht Lampen. Schon seit Jahren drosseln wir mittels einer automatischen Leuchtstärkenreduzierung die Intensität der Signallichter in klaren Nächten um 90%.

Dank einer Änderung der Verwaltungsvorschrift konnten wir in 2017 beantragen, alle vier Lampen der unteren Beleuchtungsebene komplett abzuschalten. Mit Erfolg: Das Landratsamt Neumarkt erteilte hierfür die Genehmigung. Daraufhin konnten wir an allen 20 von uns betreuten Windmühlen mit hohen Türmen in den Windparks Winnberg, Pilsach-Neumarkt, Deining-Velburg und Berching diese Maßnahme zur Reduktion der Beleuchtung durchführen.