Kategorie-Archiv: Windenergie in Bayern

Jahrestagung 2017 der Bayerischen und Österreichischen Solarinitiativen

Bürgerenergiewende – Jetzt erst Recht!

Abschlussfoto ABSI Tagung

Abschlussfoto ABSI Tagung

Mit diesem treffenden und nach vorne gewandten Leitthema stemmte sich der Kongress gegen die schlechten politischen Rahmenbedingungen für den weiteren Umbau der Energieversorgung. Am 4. und 5.2.2017 kamen 150 Vertreterinnen und Vertreter von bayerischen und österreichischen Initativen und Unternehmen aus dem Erneuerbare Energien Bereich auf Einladung u.a. des Solarvereins SAMOS in Regensburg zusammen. Sie kritisierten u.a. den Ausbaustopp der Windenergie in Bayern mittels der 10 H Regelung!

Auf dem Kongress wurde ein äußerst spannendes Programm geboten:

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70 Jahre Spiegel und sein Anteil am Einbruch des Ausbaus Erneuerbarer Energien

Zitiert von Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group und Botschafter für 100 % Erneuerbare Energien: http://www.hans-josef-fell.de/content/index.php/presse-mainmenu-49/schlagzeilen-mainmenu-73/1048-70-jahre-spiegel

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

70 Jahre Spiegel

Der Spiegel feiert seine 70-jährige Geschichte. Er rühmt sich selbst einen Investigationsjournalismus erfolgreich betrieben zu haben und die Wahrheiten ins rechte Licht zu rücken, ganz im Ziele des Besten für die Gesellschaft. Mag sein, dass dies in den Anfangsjahren z.B. mit der berühmten Spiegelaffäre gegen Franz Josef Strauß auch gelungen war. Die Einführung der Atomenergie durch Strauß hat der Spiegel damals nicht verhindert. Den Schutz der Atomkraft (und fossilen Energieträger) vor einem politisch gewollten Atomausstieg und der wachsenden Wirtschaftskonkurrenz der Erneuerbaren Energien hat der Spiegel aber in den letzten zehn Jahren massiv betrieben.

Ganz im Interesse seiner großen Anzeigenkunden aus der fossil/atomaren Energie- und Automobilwirtschaft hat er in vielen Titelgeschichten geradezu polemisch und mit Falschaussagen gegen die Erneuerbaren Energien Stellung bezogen. Recht hat der Chefredakteur Klaus Brinkbäumer heute in der Main Post mit dem Zitat: „Lügner müssen Lügner genannt werden“. Nur gut wäre es, wenn sich der Spiegel selbst besser an Wahrheiten und nicht an Interessen halten würde. Mit seinem Kreuzzug gegen die Erneuerbaren Energien hat er über Jahre hinweg gegen die Erneuerbaren Energien als die wichtigste Lösung im Kampf gegen den Klimawandel polemisiert. Er hat damit einen großen Anteil am politisch organisierten Einbruch der Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren Energien in Deutschland und der EU. (https://proteus-solutions.de/~Unternehmen/News-PermaLink.asp?PS=tM.F04!sM.NI41!Article.955905)

Es begann mit der Titelgeschichte:
Windmühlenwahn.
Vom Traum umweltfreundlicher Energie zur hochsubventionierten Landschaftsverschandelung.
Spiegel 2004/14
(http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2004-14.html)

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PM: Lichtemissionen um 50 % reduziert – Windpower schaltet untere Turmbeleuchtungsebene aus

lichter-schemaDie längste Nacht des Jahres steht kurz bevor und wenige Tage vor dem kalendarischen Winteranfang am 21. Dezember halbiert Windpower bei seinen Bürgerwindkraftwerken die nächtlichen Lichtemissionen. Auf der Basis einer Änderungsgenehmigung konnte nun die komplette untere Turmbeleuchtungsebene abgeschaltet werden.

Die z.T. fragwürdigen Kennzeichnungsregeln finden sich in der „Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen“, kurz: AVV. Auch die Bürgerwindkraftwerke von Windpower gelten als Luftfahrthindernisse und sind entsprechend mit Hindernisbefeuerungen zu kennzeichnen. Bei den Anlagen mit Gesamthöhen über 150 m ist die Tageskennzeichnung über farbliche Markierungen an Turm und Rotorblättern sichergestellt. Die Nachtkennzeichnung für Anlagen dieser Größe erfolgt mittels zweier blinkender Signalfeuer auf der Gondel und bislang zweier Turmbeleuchtungsebenen mit insgesamt 8 Lampen.

Bereits seit längerer Zeit bemüht sich Windpower darum, die Lichtemissionen von Windkraftanlagen in der Nacht zu reduzieren. So wurden alle von ihr betriebenen und mit einer Nachtkennzeichnung ausgestatteten WEA mit einer automatischen Leuchtstärkereduzierung ausgestattet und die Leuchtstärke wird schon seit Jahren in klaren Nächten um 90 % gedrosselt. Nach einer Novellierung der AVV beantragte nun Windpower Änderungsgenehmigungen beim Landratsamt Neumarkt, um alle 4 Lampen der unteren Turmbeleuchtungsebene an den Windenergieanlagen abzuschalten. Diese Genehmigungen liegen mittlerweile vor. In der Folge hat Windpower nun die nächtlichen Lichtemissionen der Türme halbieren können. Dies betrifft alle 20 von ihr betreuten Windmühlen mit hohen Türmen in den Windparks Berching, Winnberg, Deining und Pilsach/Neumarkt und Pilsach/Unterried und den beiden aktuell in Bau befindlichen Anlagen in Lauterhofen nördlich der A6.

wea-winnberg-vor-der-abschaltungwea-winnberg-nach-der-abschaltungDas erklärte Ziel von Windpower ist es, die Bürgerwindkraftwerke so zu betreiben, dass Anwohner und Natur möglichst wenig belästigt werden. „Das seit Jahren von der CSU geführte Bundesverkehrsministerium hätte es in der Hand, gerade im Bereich der Nachtbefeuerung bestehender Anlagen eine weitere spürbare Entlastung für die Bevölkerung zu erreichen!“ appelliert Hans Lenz, Geschäftsführer der Windpower GmbH, an die Vernunft der Politiker. Um dem Nachdruck zu verleihen, bittet er deshalb die Bürger vor Ort, bei ihren Abgeordneten den kompletten Verzicht auf die Turmbefeuerung einzufordern. Schließlich will sein Unternehmen kostengünstigen und umweltfreundlichen Strom für und nicht gegen die Menschen produzieren.

Pressemitteilung als PDF
Bericht in den Neumarkter Nachrichten
Bericht auf neumarkt online

Klimaschutzweg Regensburg zum 20-jährigen Jubiläum vorgestellt. Schirmherren sind Landrätin Tanja Schweiger und Bürgermeister Jürgen Huber!

20161117-20-jahre-windkraftwerk-regensburg-kg-gesellschafterfotoZum 20. Geburtstag startet ein Umweltbildungsprojekt. Mit dem Klimaschutzweg Regensburg will eine der ältesten bayerischen Bürgerwindgesellschaften, die Windpower GmbH & Co. Windkraftwerk Regensburg KG, Wissen über den Klimaschutz und Erneuerbare Energien vermitteln. Die Schirmherrschaft übernehmen gemeinsam Landrätin Tanja Schweiger und Bürgermeister Jürgen Huber.

Am Donnerstag 17.11.2016 erschien im feierlichen Dollingersaal im Alten Rathaus von Regensburg die große Mehrheit der 85 Gesellschafterinnen und Gesellschafter zur inzwischen 20. Gesellschafterversammlung. Sie betreiben seit 1998 das Windkraftwerk Regensburg, eine Enercon E-40 mit 500 kW Leistung. Auch ein großer Teil der Windpower Belegschaft nahm an den Feierlichkeiten teil. Neben Herrn Bürgermeister Jürgen Huber waren Frau Maria Politzka (Leiterin Sachgebiet „Wirtschaftsförderung, Energie und Klimaschutz“ am Landratsamt Regensburg), Herr Raimund Schoberer (Vorsitzender Kreisgruppe Regensburg BUND Naturschutz in Bayern e.V.), Herr Ewald Lirsch (1. Vorsitzender Samos e.V. Solarförderverein Regensburg), Herr Walter Nowotny (stellv. Vorsitzender Bürger Energie Region Regensburg eG) sowie Herr Wolfgang Wegmann (Sprecher Agenda21 Markt Lappersdorf) der Einladung gefolgt. Der Klimaschutzweg traf bei allen Anwesenden auf großen Zuspruch.

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Zu Anfang dankte Herr Johann Lenz, Geschäftsführer der Windpower GmbH, den Gesellschaftern der ersten Stunde: „Sie haben das Windkraftwerk möglich gemacht und damit konnten wir den Leitspruch „Atomkraft, nein danke“ in „Windkraft, ja bitte“ positiv umformulieren. Herr Bürgermeister Jürgen Huber schloss sich diesem Dank an: „Sie waren die Pioniere. Sie haben nicht gewartet, bis andere etwas unternehmen, sondern Sie haben die Realisierung einer Windkraftanlage in die Hand genommen und den Mut gehabt ins Risiko zu gehen.“ Herr Willi Braun, Mitbegründer der Windpower GmbH präsentierte eine Bildersammlung aus dem Baujahr der Windkraftanlage 1998.

Digitalisierte Zeitungsberichte aus der Anfangszeit des Windkraftwerkes Regensburg, die den Pioniercharakter des Windkraftwerkes Regensburg bestätigen:

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klimaschutzweg-regensburgDas Jubiläumsprojekt und sozusagen Geburtstagsgeschenk, der Klimaschutzweg Regensburg, wurde von Herrn Armin Schmid, Mitarbeiter der Windpower GmbH der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieser Rundweg startet am Landratsamt an der Energieagentur Regensburg und führt über den Sallerner Berg und den nördlich der B16 liegenden Mühlberg bis nach Ödenthal bei Zeitlarn. Über das Regental geht es dann wieder in die Stadt. An den 10 Stationen werden neben der Windmühle zwei weitere überregional bekannte Pionierprojekt der Energiewende vorgestellt. Am Kirchturm der Evang. Kirchengemeinde St. Lukas befindet sich eine PV-Fassadenanlage aus dem Jahr 1997 und in dem von zwei Solaranlagen und einer Solarthermieanlage geprägten Gebäude an der Ecke Im Reichen Winkel / Erzgebirgstraße nahm 1998 die ILIOTEC ihren Betrieb auf. All diese Anlagen laufen nach wie vor sicher und zuverlässig. Genau das soll der Klimaschutzweg vermitteln: Erneuerbare Energien funktionieren und lösen unsere Umweltprobleme!

Der Klimaschutzweg soll von einem Unterstützerkreis getragen werden. Hierzu führt Windpower eine Liste mit Organisationen, Gruppen und Institutionen, die dieses Umweltbildungsprojekt mitgestalten und unterstützen wollen. Alle sind hierzu herzlich eingeladen! Als Teilnehmer am Unterstützerkreis sollte man mindestens einen Infodienst einbringen, sprich eine Weitergabe von Informationen an z.B. die Mitglieder eines Vereins.

Unterlagen zum Klimaschutzweg:

Impressionen vom Klimaschutzweg:

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Jubiläumsversammlung der „Regensburg KG“

Die Windpower GmbH & Co. Windkraftwerk Regensburg KG ist eine der ältesten bayerischen Bürgerenergiegesellschaften. Bereits am 14.11.1996 wurde sie gegründet und feiert nun ihr 20-jähriges Bestehen. Wir laden Sie herzlich dazu ein, am öffentlichen Teil der Jubiläumsversammlung teilzunehmen: Einladung als PDF

Donnerstag,17.11.2016, 19:00 Uzug-rotorstern-wea-regensburg-1998hr
Dollingersaal, Zieroldsplatz 1, 93047 Regensburg

Die 85 Gesellschafterinnen und Gesellschafter betreiben seit 1998 das Windkraftwerk Regensburg auf dem Sallerner Mühlberg im Regensburger Norden, eine Enercon E-40 mit 500 kW Leistung. Die Windmühle ist ein überregional bekanntes Pionierprojekt der Energiewende. Sie läuft nach wie vor sicher und zuverlässig, was beweist: Erneuerbare Energien lösen unsere Umweltprobleme.

Die Regensburger Windkraftpioniere schützen durch ihr langjähriges Engagement das Klima. Seit Beginn Ihrer Geschäftstätigkeit hat die „Regensburg KG“ mit zwei Bürgerwindkraftwerken stattliche 21.600.000 kWh Strom eingespeist. Zur Produktion dieser Strommenge hätten rund 30.000 Tonnen Braunkohle, die Ladung von 1.300 Güterwaggons, verfeuert werden müssen.

Folgender Ablauf ist geplant:

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Projekt „Beautiful Power“

Beautiful Power Bild 1In Zukunft sollen sich die Windkraftanlagen besser in die Landschaft integrieren und weniger durch ihr grau-weißes, unästhetisches  Äußeres auffallen. So stellen es sich Reinhold Geyer, Initiator der Aktion „Beautiful Power“ und sein Team, das den Windrädern den neuartigen Anstrich verpassen soll, vor. Der Initator hat bei dem renommierten Farbdesigner Friedrich Ernst von Garnier gelernt.

Die Initiative plant die Türme und Rotoren gestreift, in den Farben grün, blau, rot und orange anzumalen, damit sich diese besser an die Landschaft anpassen. Was sie nicht möchten ist, dass die Farbanmutungen bunt sind, denn das wirke fremd und störend. In der Natur gibt es keine farbige Eintönigkeit, die Farben sind gegliedert zwischen hell und dunkel, warm und kalt. Daher muss auch bei den Windrädern darauf geachtet werden, dass ein abgestimmter farblicher Klang herrscht.

Hinter dem Projekt stehen neben Personen aus Politik und Verwaltung, auch Unterstützer aus Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft.

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https://beautifulpowerfarbdesign.wordpress.com/

Ausflug der Grünen Jugend in den Windpark Deining/Velburg

GJ Ausflug 2016 - 1Am 04.08.2016 fand eine von der Windpower GmbH organisierte Wanderung in den
Windpark Deining, zusammen mit der Grünen Jugend Regensburg und dem Kreisverband   Bündnis90/Die Grünen Regensburg, statt. Gemeinsam fuhr die Wandergruppe mit dem Agilis  von Regensburg aus in Richtung Nürnberg los.

GJ Ausflug 2016 - 2Ziel war zunächst der Bahnhof Deining, der nach einer 45-minütigen Fahrt erreicht wurde. Von dort ging es dann rund 10 km in Richtung des Windparks Deining / Velburg. An der Windenergieanlage Deining 9 fand ab 11.30 Uhr eine Besichtigung statt. Dieser längere Halt ließ auch ausreichend Zeit, sich mit einem kleinen Picknick zu stärken.

Die WEA Deining 9 ist eine Anlage vom Typ Senvion 3.2M114 mit einem 143 m hohen Turm und einer Nennleistung von 3.200 kW. Der gesamte Windpark besteht aus 20 Anlagen mit insgesamt 46,45 MW Leistung und ist damit einer der größten Windparks in Bayern. Hier finden sich Windmühlen aller drei großen deutschen Windenergieanlagenhersteller Enercon, Nordex und Senvion.

GJ Ausflug 2016 - 3Der Mitbegründer der Firma Windpower GmbH, Herr Willi Braun, öffnete den Turm der Windenergieanlage und informierte im Inneren über die Technik des Windkraftwerkes, außerdem gab er einen Überblick über die Geschichte der Windenergienutzung in Bayern. Nach der ausgiebigen Besichtigung ging es noch 3 km hin zum Bahnhof Batzhausen. Von dort fuhr die Gruppe wieder zurück nach Regensburg.

Boris Schucht, Chef des Netzbetreibers 50Hertz: „80 Prozent Erneuerbare sind kein Problem.“

Umspannwerk Berching mit WEA im Hintergrund kleinDie Redakteurin Dagmar Dehner hat für den Tagesspiegel den Geschäftsführer der 50Hertz Transmission GmbH Herrn Boris Schucht zum Thema Erneuerbare Energien und Netzausbau interviewt. Hier einige Auszüge:

„Wir verstehen uns als Labor der Energiewende. Unser Netzgebiet umfasst mit dem Nordosten etwa ein Drittel Deutschlands. Im vergangenen Jahr lag der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch rechnerisch bei 49,5 Prozent. Wir werden in diesem Jahr deutlich oberhalb von 50 Prozent liegen. Es gibt keine andere Region, die vergleichbar viel nicht stetige Energien, wie Solar- und Windstrom, sicher ins System integriert hat. Die Versorgungssicherheit ist derweil sogar noch gewachsen. Allerdings zeigen die hohen Kosten für das Engpassmanagement im vergangenen Jahr – im Netzgebiet von 50Hertz rund 350 Millionen Euro, deutschlandweit etwa 1,1 Milliarden Euro zulasten der Verbraucher –, dass der Netzausbau dem Ausbau der Erneuerbaren noch hinterherhinkt. “

„Wir entwickeln mit den Partnern im elektrischen System neue Verfahren und Technologien für die sichere Integration von Solar- und Windstrom. Es fängt bei den Prognosen an. Es gibt inzwischen gute Vorhersagen, wie viel Wind- oder Solarstrom voraussichtlich ins Netz eingespeist werden wird. Das weicht bei Wind nur noch um etwa zwei Prozentpunkte von der Realeinspeisung ab.“

„Es gibt einige Mythen in der Energiewirtschaft. Einer davon ist die Vorstellung, man brauche bei der Integration erneuerbarer Energien sofort mehr Flexibilität im System. Also Speicher oder abschaltbare Lasten oder Backup-Kraftwerke. Das ist ein Mythos. Wir haben viel mehr Flexibilität im System, als wir benötigen.“

„Die Sonnenfinsternis hat gezeigt, wir sind schon heute recht gut darauf vorbereitet, die Fotovoltaik ins System zu integrieren. Wir sind auf dem richtigen Weg, um in der Lage sein zu können, in Zukunft 70 bis 80 Prozent erneuerbare Energien ohne zusätzliche Flexibilitätsoptionen integrieren zu können. Was wir an Flexibilitätsangeboten haben, wird uns bis 2030 oder sogar 2040 ausreichen.“

Hier geht es zum vollständigen Interview: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/energiewende-80-prozent-erneuerbare-sind-kein-problem/13688974.html

Wieso die Stromkosten wirklich steigen.

Presseerklärung der Gundremminger Bürgerinitiative FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. vom 07.06.2016:

Atomausstieg und Klimaschutz hintertrieben – Die Wirtschaftsminister/innen Aigner und Gabriel sagen frech die Unwahrheit

Wirtschaftsministerin Aigner und Wirtschaftsminister Gabriel, beide nicht vom Fach, loben die Pläne, den Zubau von PV und Windkraft auszubremsen. Und verbreiten frech Unwahrheiten über die Stromkosten, die sie selber nach oben treiben.

Ministerin Aigner behauptet in ihrer Presseerklärung v. 2.6., Bayern habe sich bei den Verhandlungen um das EEG in wesentlichen Punkten durchgesetzt und sorge so für bezahlbare Strompreise. Minister Gabriel schreibt am 3.6. an die SPD-Fraktionsmitglieder: „Denn Energiekosten sind gerade für Familien mit Kindern in den nicht so wohlhabenden Haushalten nichts, was man aus dem Auge verlieren darf.“

Hier eine Auflistung von politischen Entscheidungen der Bundesregierung, die zu Steigerungen der Stromkosten führen. Auch Frau Aigner war lange Ministerin in der Bundesregierung und hat vielen dieser fatalen Maßnahmen zugestimmt. Diese Beschlüsse tragen in unterschiedlichem Maße zu dem Problem bei, was die beiden Minister behaupten zu lösen.

  • Netzentgelte steigen, da den Offshore-WKA (Windkraftanlagen) zu Lasten der Netzbetreiber (und damit der Netzentgelte!) die Steckdose auf See installiert wird
  • Netzentgelte steigen, da den Offshore-WKA zu Lasten der Netzbetreiber ihre mögliche Pro­duktion bezahlt wird, auch wenn der Netzanschluss noch nicht fertig oder gestört ist
  • Netzentgelte steigen, da infolge mangelnden Netzausbaus immer mehr Kosten für das Abregeln von EE-Anlagen („Einspeisemanagement“) und für Redispatch gezahlt werden. In 2015 waren das angeblich bereits 1,1 Mrd €. Gerade Bayern ist durch Verzögerung des Netzausbaus mit schuld
  • Netzentgelte sind zu hoch, da den Netzbetreibern eine zu hohe Eigenkapitalrendite von fast 9 % zugebilligt wird und die damalige CDU/CSU/FDP-Regierung Vorstöße der Bundesnetzagentur abgewiesen hat, angesichts stark fallender Kapitalmarktrenditen auch die Eigenkapitalrenditen der Netzbetreiber zu senken
  • Netzentgelte werden steigen, weil man zu viele HGÜ-Teilstrecken unnötig + teuer verkabeln will
  • EEG-Aufwand steigt, weil infolge schlechter Marktordnung die Preise an der Strombörse in ungesunde Tiefen gesunken sind und dies nicht einmal bei den Stromkunden ankommt
  • EEG-Aufwand steigt, da man aus industriepolitischen Gründen die Seewindkraft zu stark fördert
  • EEG-Aufwand ist für viele KMU (kleine und mittlere Unternehmen) und Haushalte hoch, weil Großverbraucher zu stark entlastet und deren Anteile auf die Kleinen umgelegt werden
  • EEG-Aufwand ist hoch, weil die teure EE-Art Biogas weiter zur Förderung der Bauern geschont und bevorzugt wird. Biogasanlagen rechtfertigen auf Dauer nur die hohen Vergütungen, wenn sie flexibel entsprechend der schwankenden Nachfrage betrieben werden. Oder aber durch sinnvolle Nutzung der Abwärme Nebenverdienste erwirtschaften.
  • Steuern werden steigen, weil Bayern neue Gaskraftwerke subventionieren will

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