Kategorie-Archiv: Windenergie in Bayern

Klimapolitik am Abgrund – ein Kommentar von Johann Lenz

Dipl.-Ing. (FH) Johann Lenz, Geschäftsführer der Windpower GmbH, zum Vorhaben der „neuen“ Großen Koalition, das Klimaziel 2020 zu kippen:

2007 setzte sich die erste Große Koalition unter Kanzlerin Merkel das Ziel, innerhalb von 13 Jahren die CO2-Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. So soll der erhebliche Anteil Deutschlands zur Überhitzung unserer Erde gesenkt werden. Dieses Klimaziel 2020 will die alte und wohl auch neue GroKo nun über Bord werfen, nach dem Motto „das schaffen wir ja eh nicht mehr“.

Als Unternehmer, der seit zwei Jahrzehnten Solar- und Windenergieanlagen realisiert, möchte ich den Verantwortlichen sagen: Frau Merkel, Herr Seehofer, Herr Schulz, Ihr Weg führt uns alle in den Abgrund.

Denn natürlich ist unser Ziel erreichbar! Allein die vier großen Windparks von Windpower zwischen Regensburg und Nürnberg erzeugten im vergangenen Jahr 115 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom und sparten so 130.000 t CO2 ein. Zum Vergleich: Dies entspricht der Höhe des jährlichen Privatverbrauchs von 90.000 Personen bzw. dem Verfeuern von 160.000 t Braunkohle, also einem Güterzug von 30 km Länge. Bundesweit lag der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung im Jahr 2017 bei 38,5 %. Und das trotz der vielen gerade von den drei Parteien der Großen Koalition in den Weg gelegten Steine.
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Der Süden bleibt ohne Zuschläge für Windenergieanlagen

Desaströs schnitt die Windkraft an Land im Jahr 2017 in Süddeutschland ab. So der BWE Landesvorsitzende Bayern, Raimund Kamm. Zu diesem Schluss muss man gelangen, betrachtet man die geografische Verteilung der bezuschlagten Windenergieanlagen der drei Ausschreibungsrunden 2017:

Als Grund für diese räumliche Schieflage benennt Kamm neben der bayerischen Sondersituation durch die 10 H Abstandregelung u. a. die in Süddeutschland höheren spezifischen Investitionskosten: Schwächere Windverhältnisse fordern höhere Türme und längere Flügel und damit rund eine halbe Million mehr Kosten für den Bau eines Windrads als in Norddeutschland. Norddeutsche Projektierer profitieren somit von der Möglichkeit, Anlagen günstiger zu errichten, wodurch sie in den Ausschreibungen die Nase vorne haben.

Es bestünden verschiedene Alternativen, um ein Gleichgewicht bei der Durchführung von Ausschreibungen zu erreichen: zum Beispiel eine räumliche Quote für Strommangelgebiete wie Bayern, Baden-Württemberg und auch Rheinland-Pfalz, das Saarland, Hessen und Thüringen oder die Bepreisung von Stromtransporten zusammen mit einer Neuaufteilung der Netzentgelte.

Um die deutschen Teilziele im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 zu erreichen, ist eines auf alle Fälle klar: „Wir brauchen […] eine gute Verdoppelung des jährlichen Windkraftausbaus auf 10 Gigawatt (GW) und des jährlichen PV-Ausbaus auf ebenfalls gut 10 GW.“

Heute, am 5. Oktober 2017, „e-Röffnen“ wir zeitgleich und zusammen mit vielen weiteren Regensburger Unternehmen, Vereinen und Organisationen diesen Themenweg durch Stadt und Landkreis Regensburg. Sei`n Sie dabei und feiern Sie mit!

Unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Landrätin Tanja Schweiger und Bürgermeister Jürgen Huber weist das Projekt auf die lokalen Gefahren der Erderwärmung hin und zeigt den Weg von erfolgreichen Pionierprojekten in eine sichere Zukunft Erneuerbarer Energien. Um speziell jungen Menschen ein spielerisches Erlebnis zu bieten, liegt bei der Präsentation und Nutzung des Klimaschutzwegs der Fokus auf der digitalen Aufbereitung. Die „Klimawanderer“ sind mit digitalem Kartenmaterial und einer über mehrere Apps nutzbaren GPS-Route unterwegs, um Technologien und Natur, Landschaft und Region kennenzulernen. So wollen wir das Projekt auch vorerst digital „e-Röffnen“.

Jede und jeder ist herzlich eingeladen an der e-Röffnung des Klimaschutzweg Regensburg teilzunehmen. Teilen Sie die Infos zum Projekt online in Sozialen Netzwerken oder auf Ihrer Webseite – und feiern Sie zusammen mit uns:

Finden Sie Fotos, Links und weitere News zum Teilen auf der Klimaschutzweg Regensburg Facebook Seite.

Holen Sie sich Wegbeschreibungen, Stationen, Navigations- und Kartenmaterial sowie Hintergründe zur Idee und den Unterstützern von der Klimaschutzweg Regensburg Projektwebseite.

Erkunden Sie die verschiedenen Wegvarianten und die Besonderheiten entlang der Routen auf Google Maps.

Laden Sie sich die ausführliche Projektbeschreibung zum Klimaschutzweg Regensburg als PDF herunter.

Sie haben Fragen oder Feedback zum Projekt? Kontaktieren Sie das Team Klimaschutzweg Regensburg enfach via e-Mail: info@klimaschutzweg-regensburg.de

Schritt für Schritt für den Klimaschutz
Wir laden Sie herzlich ein, an einer der geführten Wanderungen teilzunehmen:
[Anmeldeschluss ist jeweils der Donnerstag vor dem Termin.]

  1. Samstag, 14.10. Treffpunkt 9:30 Uhr Landratsamt: Ödenthaler Runde 13 km
  2. Samstag, 14.10. Treffpunkt 13:30 Landratsamt: Sallerner Berg Runde 6 km
  3. Samstag, 21.10. Treffpunkt 13:30 Landratsamt: Mühlberg Runde 11 km
  4. Samstag, 28.10. Treffpunkt 13:30 Haltestelle Sallerner Berg: Individuelle Runde 8 km

Perspektivwechsel: Ein Windpark von oben.

In knapp 150 m Höhe weht ein anderer Wind als auf dem Boden – und die Aussicht ist beeindruckend! Diese Erfahrung konnten in den vergangenen zwei Wochen die Gewinner des Oeninger Lindenfests sowie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Traunfeld machen.

Auf der Tombola beim Oeninger Lindenfest wurden bereits 2016 und auch 2017 je zwei „Tickets in luftige Höhen“ verlost. Die glücklichen Gewinner durften auf das Dach der Windenergieanlage Berching 1 im Bürgerwindpark Berching.

Und auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Traunfeld wagten den Aufstieg: Mitarbeiter von Windpower begleiteten sie nacheinander hinauf auf die in 2017 errichtete Windmühle Lauterhofen 1 an der Bundesautobahn A6.

Zur Erleichterung der meisten Besucher bestand der Großteil des Aufstiegs aus einer Fahrt mit dem Aufzug. Nur die letzten Meter bis zur Nabenhöhe von 143 m waren zu klettern. Gut gesichert, mit Klettergurt und Helm, hinein in die Gondel und durch ein letztes schmales Rund hinaus, um den Blick über den Windpark und die Landschaft zu genießen.

Antragskonferenz zur HGÜ-Trasse SuedOstLink in Regensburg.

Heute und morgen (27.06. und 28.06.2017, jeweils ab 09:00 Uhr) findet in der Regensburger Donau-Arena die Antragskonferenz für das „Vorhaben 5, Abschnitt Raum Schwandorf – Isar“ der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz und TenneT statt.

Bei der öffentlichen Antragskonferenz werden sowohl die im Antrag eingereichten Vorschlagskorridore sowie auch die möglichen Alternativen diskutiert. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können teilnehmen und ihre Einwendungen äußern. Das so genannte PCI-Projekt (Project of common interest, „Vorhaben von gemeinsamen Interesse“) mit einer geplanten Trassenlänge von ca. 537 km soll bis 2025 fertiggestellt werden. Weiterlesen

PM: Genehmigung für Windräder in Lauterhofen endlich rechtskräftig.

Die Genehmigung für die beiden im März 2017 in Betrieb genommenen Windenergieanlagen in Lauterhofen wurde endlich für rechtskräftig erklärt.

 Windpower Windpark Lauterhofen WEA 2

Windpower Windpark Lauterhofen, WEA 2

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) lehnte den Antrag der Marktgemeinde auf Zulassung einer Berufung gegen das Urteil aus erster Instanz ab. Lauterhofen muss nun für die Prozesskosten aufkommen, profitiert aber gleichzeitig vom Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Die Marktgemeinde klagte gegen die Genehmigung des Landratsamtes. Diese Klage lehnten das Verwaltungsgericht Regensburg und der BayVGH ab. Der Gemeinderat beantragte die Zulassung einer Berufung, obwohl sich der eigene Anwalt dagegen aussprach und die Rechtsschutzversicherung die Übernahme weiterer Kosten ablehnte. Die Prozesskosten in Höhe von rund 5.000 € muss nun die Gemeinde übernehmen. Wir bedauern den unnötigen finanziellen Aufwand für die Bürger der Marktgemeinde. Für uns steht nun der konfliktfreie Betrieb der Anlagen im Vordergrund.

Die beiden neuen WEAs decken rechnerisch rund 50 % des Stromverbrauchs in der Marktgemeinde und leisten so einen wichtigen Beitrag gegen die Überhitzung der Erde. Die Erneuerbare Energie Anlagen lohnen sich für die Marktgemeinde aber nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell: Weiterlesen

„Wir brauchen im Energiemarkt endlich ehrliche Preise!“

Der Bayerische Rundfunk berichtete in der vergangenen Woche von der Forderung einer CO₂-Steuer für Kohlestrom.

Für die erste Generation von Windenergieanlagen endet die Förderung nach EEG Ende 2020. Im Anschluss konkurieren sie beim Stromverkauf am freien Markt mit Kohle- und Atomstrom. Allerdings kommt der entscheidende Kostenvorteil der Windenergie als saubere Stromerzeungung nicht zum tragen. Kohle- und Atomkraftwerke dürfen sehr hohe Kosten verallgemeinern, allen voran Gesundheitskosten und Klimafolgekosten. Den frühen Windprojekten droht aus diesem Grund das wirtschaftliche Aus.

Auf den Versammlungen diskutieren die Gesellschafter die drohende Stilllegung ihrer Windenergieanlagen, so auch bei der Windpower GmbH und Co. Regensburg KG. Die Eigentümer erheben einhellig die Forderung nach einer verursachtergerechten Bepreisung der Stromerzeugung. Der BR zeigt großes Interesse an dieser Thematik und sendete in der Abendschau am 09.06.2017 einen aussagekräftigen Beitrag:

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Ihr Windmüller informiert – Pilotprojekt in Berching gestartet.

Kommunikation ist das A und O, wenn es darum geht die Energiewende gemeinsam und vor allem mit Verständnis und der Unterstützung der Menschen aus der Umgebung zu gestalten.

Daher haben wir im Sinne von Transparenz, Informationsfluss und Kontaktmöglichkeit ein Pilotprojekt in der Gemeinde Berching gestartet: Im Juni erschien die erste Ausgabe des „Windmüllers“ im Mitteilungsblatt der Stadt Berching. Den Leserinnen und Lesern möchten wir Daten & Fakten zu ihrem Windpark offen darlegen und mit der Veröffentlichung einer Kontaktmöglichkeit ein offenes Ohr für Fragen, Feedback und Anregungen zeigen:

windmueller@windpower-gmbh.de

Nun sind wir gespannt, wie die Idee des „Windmüllers“ von den Anwohnern am Bürgerwindpark Berching aufgenommen wird. Wir freuen uns auf die Reaktionen und den Austausch mit den Anrainern und darauf, das Projekt auch auf weitere Gemeinden auszuweiten.

Pilotprojekt „Ihr Windmüller informiert“ zum Download als PDF.

Gesellschafter fordern CO₂-Steuer für Kohlestrom.

Am vergangenen Samstag fand die bereits 21. jährliche Versammlung der Windpower GmbH & Co. Energie-Beteiligungs-KG statt. Die Gesellschaft betreibt vier Enercon-Windkraftwerke. Diskutiert wurde auf der Versammlung unter anderem die drohende Stilllegung ihrer ältesten Windenergieanlage, der WEA Nauendorf 2. Weiterlesen

„Klimakanzlerin“ mit offenem Ohr für Eon und RWE.

Auf Nachfrage der Fraktion „Die Linke“ erstellte die Bundesregierung eine Liste von Lobbygesprächen der Bundesregierung mit Akteuren der Energiepolitik und – wirtschaft. Demnach treffen sich deren Vertreter wesentlich häufiger mit der fossilen, als mit der erneuerbaren Energiewirtschaft! Wie soll so die Energiewende zügig gelingen?

Die Aufführung erfasst den Zeitraum 01.07.2014. bis 06.03.2017, stellt aber „aufgrund fehlender Recherchierbarkeit, z.B. wegen Personalwechsel“ keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aus der Liste geht hervor, dass „[die Bundesregierung] den vier größten Energiekonzernen – Eon, RWE, Vattenfall und EnBW – […] am häufigsten ihr Ohr [schenkt]. Spitzenreiter ist Eon mit gut 40 Treffen, RWE bringt es auf knapp 40. Eine große Umweltschutzorganisation wie Greenpeace kommt dagegen nicht einmal auf ein Dutzend Gespräche.“, so Susanne Schwarz und Verena Kern von klimaretter.info, die die Liste der Bundesregierung auch veröffentlicht haben.

Die ersten fünf der insgesamt acht „Kleinen Fragen“ der Linksfraktion lauteten wie folgt: Weiterlesen