Kategorie-Archiv: Umweltschutz – Wir tun was

PM: Windpower fährt nach Berlin auf die Energiewende Demo

Stretchbike Windpower Aufbau im Trockenen 2014Mit einem Wasserfahrzeug der besonderen Art machen sich am morgigen Freitag, den 09.05.2014 die Windmüller der Regensburger Windpower GmbH auf den Weg in die Hauptstadt zur Großdemonstration „Energiewende nicht kentern lassen!“.[1] Die von der Bundesregierung geplante Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) und die von der bayerischen Landesregierung geforderte Abstandregelung 10H für Windräder zur Wohnbebauung bedrohen den Ausbau der Erneuerbaren Energien! Ein breites Bündnis geht am Samstag im Berliner Regierungsviertel gegen diese Klimaverschmutzungsgesetze auf die Straße.

Demonstriert wird im Spreebogen sowohl zu Land als auch zu Wasser. Für ihre Teilnahme haben sich die Regensburger ein Aufsehen erregendes Gefährt besorgt. Das sogenannte Stretchbike ist ein Wasser-Fahrrad Marke Eigenbau.[2] Am gestrigen Mittwoch wurde es für einen Probelauf auf der Donau zu Wasser gebracht. Zahlreiche Spaziergänger und Jogger im Regensburger Donaupark verfolgten das Spektakel und wurden im Gespräch über die bevorstehende Demonstration in Berlin informiert. Im Laufe der letzten Tage hatte das Windpower-Demonstrations-Team, bestehend aus dem Geschäftsführer Johann Lenz, dem Leiter der technischen Betriebsführung Clemens Reichl sowie den Mitarbeitern Martin Bschlangaul, Marco Troppmann und Armin Schmid ihr Wasserfahrzeug bereits in Stand gesetzt und geschmückt. Im fertigen Zustand werden noch Banner mit der Aufschrift „Rettet das EEG!“ sowie Rettungsringe mit den Aufschriften „Kohle stoppen“ und „Planet retten“ die inhaltlichen Forderungen zum Ausdruck bringen.

Foto 1 2014Die Demonstration soll die Ausbaudeckel, die verpflichtende Direktstromvermarktung, die Einführung von Ausschreibungsmodellen und weitere Maßnahmen stoppen! Der aktuelle Kurs der Regierungen ist angesichts des jüngsten Berichts des Weltklimarates und des erneuten letztjährigen Jahrhunderthochwassers höchst besorgniserregend. Anstatt die Anstrengungen bei allen zur Verfügung stehenden grünen Energietechnologien und auch bei der Gebäudedämmung sowie beim Verkehr und in anderen Bereichen zu intensivieren, wird die nachhaltige grüne Stromerzeugung als der böse Kostentreiber hingestellt und voll ausgebremst. Dabei lässt man die enormen Folgekosten der fossilen Energieerzeugung einfach unter den Tisch fallen.

[1] Energiewende Demo: http://energiewende-demo.de/
[2] Stretchbike: http://www.heidenauer-hinterhofschmiede.de/index.php?site=stretchbike

Einwendungen gegen neues tschechisches Energiekonzept geltend machen!

Unser Nachbarland Tschechien hat ein neues Energiekonzept entwickelt und plant einen drastischen Ausbau der Atomkraft statt erneuerbarer Energien als Ersatz für die Kohle.

Dies bedeutet nicht nur Neubauten von Atomkraftwerken an den bestehenden Standorten Dukovany und Temelín, sondern es sollen weitere Standorte geprüft und erschlossen werden. Außerdem sind Leistungserhöhungen und Laufzeitverlängerungen auf 60 Jahre geplant. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit schwerer Unfälle mit grenzüberschreitenden Auswirkungen.

Weil Neubauten von Atomkraftwerken nicht wirtschaftlich sind, drängt Tschechien darauf, dass die Atomkraft als kohlenstoffarme Technologie anerkannt wird und Subventionsmöglichkeiten in die neuen EU-Beihilfe-Richtlinien aufgenommen werden. Damit würde Atomkraft den erneuerbaren Energien gleichgestellt.

Bitte unterstützen Sie die Aktion „Kein Atomprogramm in Tschechien“ und senden Sie bis 18. März eine Einwendung gegen das Energiekonzept an das tschechische Umweltministerium. Das Umweltinstitut München e.V. gibt hierzu eine Hilfestellung.

Energiewende retten – Appell von Campact! an Energieminister Gabriel

Das Kampagnennetzwerk Campact! wendet sich mit einem Appell an Energieminister Gabriel: „Energiewende retten!“. Mit Stand 03.02.2014 haben bereits über 135.000 Menschen diesen Appell unterzeichnet. Herr Gabriel reagierte schriftlich auf den Appell und fühlt sich missverstanden. Der Geschäftsführende Vorstand von Campact Herr Bautz hat Herrn Gabriel ausführlich geantwortet. Der Schriftwechsel ist sehr interessant zu lesen. Sobald der Appell von 175.000 Personen mitgetragen wird, soll er Herrn Gabriel persönlich übergeben werden. Bitte unterstützen Sie diesen Appell!