PM: Regensburger Windmüller strampelten in Berlin für die Energiewende!

2014-05-10 Bild 1 Stretchbike Die CrewDas Wasserfahrrad der Regensburger Windmüller ist wohlbehalten zurück in der heimischen Garage angekommen. Am Samstag, 10.05.2014 hatte es auf der bundesweiten Energiewende Demo seinen großen Auftritt. Gemeinsam mit 120 weiteren Wasserfahrzeugen waren die Windpower-Demonstranten mit ihrem Stretchbike auf dem Spreebogen mitten im Berliner Regierungsviertel unterwegs. Sie forderten den weiteren kraftvollen Ausbau der Erneuerbaren Energien und stellten sich gegen eine Renaissance der Klimakiller Kohle und Atom.

Nachdem das kuriose Gefährt bereits letzte Woche in Regensburg bei einer Testfahrt auf der Donau, Höhe Westpark, die Blicke auf sich zog, war es auf der bunten Demonstration in Berlin erneut ein Hingucker. Diesmal säumten allerdings über 12.000 Menschen den Spreebogen um die vielen geschmückten Boote, Kanus und Floße zu bewundern. Darunter waren auch einige Mitstreiter aus Regensburg, die mit einem vollen Bus nach Berlin auf die Demonstration zu Land kamen.

2014-05-10 Stretchbike voll aufgebaut an Land 2014-05-10 Stretchbike Einstieg 2014-05-10 Bild 2 Stretchbike im Humboldthafen kurz vor dem Startschuss

Mit der aktuellen Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes steht für die Regensburger Windmüller viel auf dem Spiel. In den letzten Jahren ging der Ausbau der Windkraft auch in Bayern gut voran. Die knapp 30 Windpower-Bürgerwindmühlen sind im Eigentum von fast 3.000 Gesellschafterinnen und Gesellschaftern aus der Region. Nun droht eine erhebliche Verschlechterung der politischen Rahmenbedingungen. „Die jetzigen Vorschläge zur Reform sind vollkommen kontraproduktiv. Sie würden die Erneuerbaren unnötig ausbremsen. Wichtig wäre jetzt, die Fördermechanismen umzugestalten. Es entsteht ein völlig verzerrtes Bild, wenn die EEG-Umlage von den Verbrauchern direkt zu bezahlen ist, während die Subventionen für die fossile und atomare Energieerzeugung über den Bundeshaushalt oder Sozialversicherungen laufen.“, beschreibt der Geschäftsführer Johann Lenz ein Motiv für sein politisches Engagement.

2014-05-10 Bild 4 Stretchbike vor dem Berliner HBF 2014-05-10 Bild 3 Stretchbike vor dem Kanzleramt

Wie günstig eigentlich die Erneuerbaren Energien im Vergleich zu anderen Energieformen sind, zeigt sich dieser Tage bei der Forderung der vier Stromkonzerne die Kosten und Risiken des Rückbaus ihrer Atomkraftwerke an den Bund zu übertragen. Dazu der Windpower-Mitarbeiter Armin Schmid: „Energieerzeugung aus Atomkraft sowie aus Braun- und Steinkohle ist veraltet. Die ökonomischen und ökologischen Folgekosten kann sich keiner leisten! Wer der nächsten Generation eine lebenswerte Umwelt übergeben will, muss jetzt eine bezahlbare, nachhaltige und erneuerbare Energieversorgung sicherstellen.“

Link zu einem Videobeitrag des Rundfunk Berlin-Brandenburg: https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2014/05/Demonstration-fuer-Energiewende-Berlin.html