Kategorie-Archiv: News

PM: Höhenretter trainieren den Ernstfall im Windpark Pilsach

Höhenrettung WEA Pilsach 5Um für den Ernstfall bestens vorbereitet zu sein, fand am Freitag, den 31.10.2014, im Windpark Pilsach eine Höhenrettungsübung statt. Dazu trafen sich die Höhenrettungsgruppen aus Nürnberg, Regensburg, Straubing, Ingolstadt, örtliche Feuerwehren sowie Behördenvertreter, Mitarbeiter der zuständigen Serviceunternehmen und der Betreiberfirma, die Windpower GmbH aus Regensburg, zu einer gemeinsamen Übung. Die Windpower Firmengruppe stellte zu diesem Zweck zwei verschiedene Windenergieanlagen als Trainingsobjekte zur Verfügung: Neben der Windenergieanlage Neumarkt 1 (Typ Enercon E-82, Nabenhöhe 108 Meter), stand die Windenergieanlage Pilsach 5 (Typ Senvion 3.2M114) zu Übungszwecken bereit, die mit einer Nabenhöhe von 143 m zu den höchsten Windenenergieanlagen im Landkreis Neumarkt zählt.

Alle an der Höhenrettungsübung Beteiligten (etwa 45 Personen, davon 30 Höhenretter) versammelten sich zunächst in den Räumlichkeiten der Feuerwehr Neumarkt, um die verschiedenen Einsatzszenarien in der Theorie durchzuspielen. Der praktische Teil der Übung begann ab 10:00 Uhr, wobei zeitgleich an beiden Windenergieanlagen der Ernstfall simuliert wurde.

Insgesamt wurden fünf Rettungssituationen von den Höhenrettungsteams nachgestellt. Neben einer Turm- und einer Gondelrettung an beiden Anlagen, wurde an der Windenergieanlage Pilsach 5 auch eine Nabenrettung aus 143 Metern Höhe geübt.

Als Betreiberin von mittlerweile 22 Windenergieanlagen im Landkreis Neumarkt, sieht es die Windpower GmbH als vordringliche Pflicht an, den zuständigen Servicemitarbeitern für den Notfall einen optimalen Ablauf der Rettungskette zu vermitteln. Johann Lenz, Geschäftsführer der Windpower GmbH, begründet dies folgendermaßen: „Die Sicherheit an den Windenergieanlagen ist unser oberstes Gebot und wir wollen mit dieser Übung für jegliche Ernstfälle optimal vorbereitet sein. Wir freuen uns sehr über die kameradschaftliche Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Feuerwehren und den beteiligten Höhenrettungsgruppen. Wir danken allen Beteiligten für ihr Engagement und den reibungslosen Ablauf. Für den Ernstfall sind wir nun bestmöglich vorbereitet, jedoch hoffen wir, dass es nie dazu kommen wird.“

PM: Höhenrettungsübung im Windpark Pilsach

Veröffentlichung der Pressemitteilung in der Mittelbayerischen Zeitung

 

Windräder für Vögel wenig gefährlich.

Die Mittelbayerische Zeitung hat eine dpa-Meldung zu einer Auswertung des Kreisgruppe Hof des Bundes Naturschutz veröffentlicht. Demnach sind Windräder für Vögel kaum eine Gefahr. Die Hauptgefährdungsquellen sind hingegen Stromtrassen und der Straßenverkehr. Ein Windrad bei Wunsiedel würde täglich nach toten und verletzten Vögeln abgesucht. In den zwei Jahren seit Beginn der Zählung sei bisher kein einziger Vogel gefunden worden. Zum Artikel

In Süddeutschland werden grundsätzlich keine WEA abgeregelt

Die Bundesnetzagentur hat dem Forum „Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.“ geantwortet. Aus dieser Antwort ergibt sich, dass zum einen nur 0,7 % der deutschen Windstromerzeugung durch Abregelungen verloren geht. Zum anderen werden in Süddeutschland, also auch in Bayern, grundsätzlich keine Windkraftanlagen abgeregelt. Wenn Windenergieanlagen in Bayern stehen, dann hat das andere Gründe. Alle Informationen gibt es in den Informationen für UmweltschützerInnen Nr. 31.

Übersicht über die Windenergienutzung in der Oberpfalz / Bayern

Laut Erhebung des Bundesverbandes WindEnergie Regionalverband Oberpfalz sind in dem bayerischen Bezirk 89 Windkraftwerke mit einer installierten Nennleistung von 188 MW in Betrieb. Diese Windenergieanlagen produzieren rund 450 Millionen kWh umweltfreundlichen und kostengünstigen Windstrom pro Jahr. Mit dieser Strommenge lassen sich ca. 128.000 Haushalte mit CO2-freiem Strom versorgen. Die Windbranche hat in der Oberpfalz somit ein Investitionsvolumen von etwa 410 Millionen Euro realisiert. Das mittelfristige Potential bis 2025 sieht der Verband bei etwa 350 Windkraftwerken in diesem bayerischen Bezirk mit rund 1.000 MW Nennleistung. Damit ließe sich in etwa ein Drittel des gesamten Stromverbrauches in der Oberpfalz über Windenergieanlagen abdecken! Übersicht als Download

Repowering der Windkraftwerke Oening und Winnberg 1

Bild 2 WEA Oening in Betrieb im ParkAnlässlich des Rückbaus der beiden bayerischen Windkraftwerke Oening und Winnberg 1 ist in den Neumarkter Nachrichten ein guter Artikel erschienen. Dieser hat dazu geführt, dass weitere Presseorgane an uns heran getreten sind. Es findet nun diesen Mittwoch, 23.07.2014 ein Pressetermin an der Windkraftanlage Winnberg 1 statt.

Der Rückbau der Windenergieanlage Winnberg 1 kann auch über eine Webcam live mitverfolgt werden.

Bild 1 WEA Oening mit Baustelle WEA Berching 1Das Repowering hat zum Ziel, dass die besonders guten Standorte u.a. in Bayern nach dem aktuellen Stand der Technik genutzt werden. Im Folgenden der Wortlaut einer aktuellen Pressemitteilung. Diese gibt es auch hier als PDF-Download.

Die aktuellen Repoweringprojekte der Windpower-Gruppe im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz zeigen: Der Rückbau von Windenergieanlagen gelingt problemlos. Das Windkraftwerk Oening wurde im Juni in nur wenigen Tagen rückgebaut. Der neue Eigentümer hat sie abtransportiert, baut die Windmühle nun in Polen wieder auf und betreibt sie im Nachbarland weiter. Beim Windkraftwerk Winnberg 1 startet der Rückbau in Kürze.

WEA Winnberg 1 in BetriebWEA Deining 9 in BetriebZwei moderne Windenergieanlagen vom Typ REpower 3.2M114 ersetzen die beiden Altanlagen aus den Jahren 2000 und 2001 vom Typ Enercon E-58. Den Betrieb der neuen Windkraftwerke übernehmen zwei Bürgerwindgesellschaften der Windpower-Gruppe mit zusammen fast 800 beteiligten Bürgern aus der Region. Dank dem Repowering erhöht sich die installierte Windenergie-Leistung im Landkreis um weitere 4,4 MW, ohne daß die Anzahl der Windkraftanlagen steigt.

Die Türme der Altanlagen sind 70 m hoch, die der heutigen Kraftwerke hingegen 143 m. Der Rotordurchmesser hat sich von 58,6 m auf 114 m ebenfalls so gut wie verdoppelt. Herr Johann Lenz, Geschäftsführer der Windpower GmbH verdeutlicht den aktuellen Bezug: „Die technische Weiterentwicklung ist enorm, der jährliche Ertrag verfünffacht sich. Die von der bayerischen Staatsregierung geplante 10H – Abstandsregelung konterkariert den Stand der Technik.“

Die Einfachheit des Rückbaus der Windenergieanlagen ist ein entscheidender technologischer Vorteil der Windkraftwerke gegenüber dem fossilen Kohletagebau und der Kernkraftwerke. Bei Windenergieanlagen genügen nur wenige Werktage für den Rückbau. Die Flächen stehen im Anschluss wieder uneingeschränkt für eine landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung. Im Gegensatz dazu ist der zeitliche, personelle und ökonomische Aufwand für den Rückbau der Atomkraftwerke vollkommen unkalkulierbar. Ebenso verursachen Kohlekraftwerke kaum abschätzbare Ewigkeitskosten.

 

Expertenanhörung im bay. Landtag zur 10H – Regelung am 03. Juli 2014

Nach dem Beschluss des Bundestages zum neuen EEG und zur sogenannten Länderöffnungsklausel im Bundesbaugesetz beschäftigt sich nun der bayerische Landtag weiter mit einer pauschalen Abstandsregelung von Windkraftanlagen zu Wohnbebauungen. Mit der geforderten 10H – Regelung droht der Ausbau der sauberen Windenergie in Bayern vollständig gestoppt oder mindestens massiv ausgebremst zu werden. Der Gesetzesentwurf ist bereits im Landtag.

Am Donnerstag, den 03. Juli 2014, 11 Uhr, findet im Landtag eine öffentliche Expertenanhörung im Wirtschaftsausschuss zu diesem Gesetzesentwurf statt. Die Abstimmung für diesen Gesetzesentwurf ist für den 30. September 2014 geplant.

Einzige Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Mitnahme eines amtlichen Ausweisdokumentes: