Gesellschafter fordern CO₂-Steuer für Kohlestrom.

Am vergangenen Samstag fand die bereits 21. jährliche Versammlung der Windpower GmbH & Co. Energie-Beteiligungs-KG statt. Die Gesellschaft betreibt vier Enercon-Windkraftwerke. Diskutiert wurde auf der Versammlung unter anderem die drohende Stilllegung ihrer ältesten Windenergieanlage, der WEA Nauendorf 2.

WEA Harenzhofen (mittig), Inbetriebnahme 2009

Nach aktuellem Stand erhält dieses 1,5 MW – Kraftwerk nur noch für drei weitere Jahre die EEG-Vergütung in Höhe von 9,1 Cent / kWh.Nach dieser Zeit müsste die Gesellschaft ihren sauberen Windstrom an der mit extrem klimaschädlichem Kohlestrom verstopften Strombörse für durchschnittlich unter 3 Cent / kWh verkaufen. Ein wirtschaftlicher Betrieb wäre dann nicht mehr möglich.

Dabei ist die WEA Nauendorf 2 in einem sehr guten Zustand, weist für 2016 gar eine ausgezeichnet hohe technische Verfügbarkeit von 99,48 % aus. Deutschlandweit sind mehrere Tausend voll funktionsfähige Windkraftwerke von der Thematik betroffen. Geschäftsführung und Gesellschafter fordern nun eine Reform des Strommarktdesigns und die Einführung einer Klimaabgabe bzw. CO2-Steuer:

„(…) der Preis für Kohlestrom an der Börse wird künstlich niedrig gehalten! Er wäre wesentlich höher, würde er nur endlich die realen Kosten wiedergeben! Die Verursacher, nicht die Allgemeinheit, müssen für die enormen Kosten der Gesundheits- und Umweltschäden aufkommen!

Pressemeldung als PDF: 20170526 PM Frühe Bürgerwindgesellschaft sorgt sich um Weiterbetrieb und fordert Klimaabgabe