Antragskonferenz zur HGÜ-Trasse SuedOstLink in Regensburg.

Heute und morgen (27.06. und 28.06.2017, jeweils ab 09:00 Uhr) findet in der Regensburger Donau-Arena die Antragskonferenz für das „Vorhaben 5, Abschnitt Raum Schwandorf – Isar“ der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz und TenneT statt.

Bei der öffentlichen Antragskonferenz werden sowohl die im Antrag eingereichten Vorschlagskorridore sowie auch die möglichen Alternativen diskutiert. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können teilnehmen und ihre Einwendungen äußern. Das so genannte PCI-Projekt (Project of common interest, „Vorhaben von gemeinsamen Interesse“) mit einer geplanten Trassenlänge von ca. 537 km soll bis 2025 fertiggestellt werden.

Laut der BundesNetzagentur ist „das Vorhaben […] erforderlich, da es durch einen massiven Zubau erneuerbarer Energien in Thüringen und Sachsen-Anhalt zu Engpässen im Stromtransport nach Bayern kommt.“ Vorhabenträger für den nördlichen Teil des Projekts, 50Hertz, spricht von einem „Kernelement der Energiewende“, um zunehmend den Bedarf zu decken, Elektrizität vom Norden in den Süden Deutschlands zu transportieren. Laut Netzbetreiber TenneT gelingt dieses „zentrale Netzausbauprojekt für die Energiewende“ nur, wenn die Umgestaltung [der Stromnetze] von der Bevölkerung getragen wird.

Bei ebendieser Bevölkerung stößt die Planung des Trassenbaus vom Umspannwerk Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt) über Thüringen bis zum AKW Isar jedoch vielerorts auf Widerstand: Sehen auf der einen Seite Landwirte die Bodenqualität durch die Verlustwärme der Erdleitungen als Gefahr, befürchtet man andernorts Umweltschäden und eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. Die Sorge um steigende Stromkosten sowie eine Zunahme von Braunkohlestrom in diesem Netzbereich wird ebenfalls geäußert.

Der Solarenergie Förderverein Deutschland e.V. (SFV) lehnt den Ausbau der Fernübertragungsleitunen aus Gründen des Klimaschutzes und der Versorgungssicherheit ab und fordert stattdessen die „volkswirtschaftlichen Ressourcen“ auf die Entwicklung und den Ausbau von Stromspeichern zu konzentrieren.

Im Rahmen einer dezentralen Energiewende rufen u.a. BüfA Regensburg sowie der BUND Naturschutz Regensburg e.V. zur „Demo gegen den SuedOstLink“ auf. „Die Kohle- und Atomtrassen sind noch nicht beschlossen, auch wenn dies immer wieder verbreitet wird, um Bürgern die Hoffnung zu nehmen die Trassen verhindern zu können.“, lautet es im Aufruf zur Teilnahme an dem Termin auf der BüfA Website.

Quellen und weiterführende Links: