Übersicht über die Windenergienutzung in der Oberpfalz / Bayern

Laut Erhebung des Bundesverbandes WindEnergie Regionalverband Oberpfalz sind in dem bayerischen Bezirk 89 Windkraftwerke mit einer installierten Nennleistung von 188 MW in Betrieb. Diese Windenergieanlagen produzieren rund 450 Millionen kWh umweltfreundlichen und kostengünstigen Windstrom pro Jahr. Mit dieser Strommenge lassen sich ca. 128.000 Haushalte mit CO2-freiem Strom versorgen. Die Windbranche hat in der Oberpfalz somit ein Investitionsvolumen von etwa 410 Millionen Euro realisiert. Das mittelfristige Potential bis 2025 sieht der Verband bei etwa 350 Windkraftwerken in diesem bayerischen Bezirk mit rund 1.000 MW Nennleistung. Damit ließe sich in etwa ein Drittel des gesamten Stromverbrauches in der Oberpfalz über Windenergieanlagen abdecken! Übersicht als Download

Repowering der Windkraftwerke Oening und Winnberg 1

Bild 2 WEA Oening in Betrieb im ParkAnlässlich des Rückbaus der beiden bayerischen Windkraftwerke Oening und Winnberg 1 ist in den Neumarkter Nachrichten ein guter Artikel erschienen. Dieser hat dazu geführt, dass weitere Presseorgane an uns heran getreten sind. Es findet nun diesen Mittwoch, 23.07.2014 ein Pressetermin an der Windkraftanlage Winnberg 1 statt.

Der Rückbau der Windenergieanlage Winnberg 1 kann auch über eine Webcam live mitverfolgt werden.

Bild 1 WEA Oening mit Baustelle WEA Berching 1Das Repowering hat zum Ziel, dass die besonders guten Standorte u.a. in Bayern nach dem aktuellen Stand der Technik genutzt werden. Im Folgenden der Wortlaut einer aktuellen Pressemitteilung. Diese gibt es auch hier als PDF-Download.

Die aktuellen Repoweringprojekte der Windpower-Gruppe im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz zeigen: Der Rückbau von Windenergieanlagen gelingt problemlos. Das Windkraftwerk Oening wurde im Juni in nur wenigen Tagen rückgebaut. Der neue Eigentümer hat sie abtransportiert, baut die Windmühle nun in Polen wieder auf und betreibt sie im Nachbarland weiter. Beim Windkraftwerk Winnberg 1 startet der Rückbau in Kürze.

WEA Winnberg 1 in BetriebWEA Deining 9 in BetriebZwei moderne Windenergieanlagen vom Typ REpower 3.2M114 ersetzen die beiden Altanlagen aus den Jahren 2000 und 2001 vom Typ Enercon E-58. Den Betrieb der neuen Windkraftwerke übernehmen zwei Bürgerwindgesellschaften der Windpower-Gruppe mit zusammen fast 800 beteiligten Bürgern aus der Region. Dank dem Repowering erhöht sich die installierte Windenergie-Leistung im Landkreis um weitere 4,4 MW, ohne daß die Anzahl der Windkraftanlagen steigt.

Die Türme der Altanlagen sind 70 m hoch, die der heutigen Kraftwerke hingegen 143 m. Der Rotordurchmesser hat sich von 58,6 m auf 114 m ebenfalls so gut wie verdoppelt. Herr Johann Lenz, Geschäftsführer der Windpower GmbH verdeutlicht den aktuellen Bezug: „Die technische Weiterentwicklung ist enorm, der jährliche Ertrag verfünffacht sich. Die von der bayerischen Staatsregierung geplante 10H – Abstandsregelung konterkariert den Stand der Technik.“

Die Einfachheit des Rückbaus der Windenergieanlagen ist ein entscheidender technologischer Vorteil der Windkraftwerke gegenüber dem fossilen Kohletagebau und der Kernkraftwerke. Bei Windenergieanlagen genügen nur wenige Werktage für den Rückbau. Die Flächen stehen im Anschluss wieder uneingeschränkt für eine landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung. Im Gegensatz dazu ist der zeitliche, personelle und ökonomische Aufwand für den Rückbau der Atomkraftwerke vollkommen unkalkulierbar. Ebenso verursachen Kohlekraftwerke kaum abschätzbare Ewigkeitskosten.

 

Expertenanhörung im bay. Landtag zur 10H – Regelung am 03. Juli 2014

Nach dem Beschluss des Bundestages zum neuen EEG und zur sogenannten Länderöffnungsklausel im Bundesbaugesetz beschäftigt sich nun der bayerische Landtag weiter mit einer pauschalen Abstandsregelung von Windkraftanlagen zu Wohnbebauungen. Mit der geforderten 10H – Regelung droht der Ausbau der sauberen Windenergie in Bayern vollständig gestoppt oder mindestens massiv ausgebremst zu werden. Der Gesetzesentwurf ist bereits im Landtag.

Am Donnerstag, den 03. Juli 2014, 11 Uhr, findet im Landtag eine öffentliche Expertenanhörung im Wirtschaftsausschuss zu diesem Gesetzesentwurf statt. Die Abstimmung für diesen Gesetzesentwurf ist für den 30. September 2014 geplant.

Einzige Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Mitnahme eines amtlichen Ausweisdokumentes:

 

 

Atomkraft: Wir übernehmen euer Risiko nicht!

AtomkraftDeutsche Umwelthilfe fordert Verstaatlichung der Rückstellungen für Atomkraftwerke – Betreiber sind für Rückbau selbst verantwortlich!

RWE, E.ON und EnBW wollen aussteigen – aus der Verantwortung für ihre alten Atommeiler. Jahrzehntelang haben die Bosse der drei Atomkonzerne fette Gewinne eingefahren. Pünktlich zum Atomausstieg wollen sie nun die Verantwortung für Ihre hoch subventionierten Gewinnbringer loswerden. Der Bund, und damit der Steuerzahler, soll die Risiken des Abbaus tragen. Im Gegenzug wollen die Konzernchefs auf einige Klagen gegen den Bund verzichten.

Lassen wir uns nicht von den Konzernen über den Tisch ziehen!

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. hat einen Musterbrief für Sie vorbereitet, mit dem Sie Kanzlerin und Umweltministerin auffordern können, die Betreiber nicht aus ihrer Verantwortung zu entlassen.

PM: Regensburger Windmüller strampelten in Berlin für die Energiewende!

2014-05-10 Bild 1 Stretchbike Die CrewDas Wasserfahrrad der Regensburger Windmüller ist wohlbehalten zurück in der heimischen Garage angekommen. Am Samstag, 10.05.2014 hatte es auf der bundesweiten Energiewende Demo seinen großen Auftritt. Gemeinsam mit 120 weiteren Wasserfahrzeugen waren die Windpower-Demonstranten mit ihrem Stretchbike auf dem Spreebogen mitten im Berliner Regierungsviertel unterwegs. Sie forderten den weiteren kraftvollen Ausbau der Erneuerbaren Energien und stellten sich gegen eine Renaissance der Klimakiller Kohle und Atom.

Nachdem das kuriose Gefährt bereits letzte Woche in Regensburg bei einer Testfahrt auf der Donau, Höhe Westpark, die Blicke auf sich zog, war es auf der bunten Demonstration in Berlin erneut ein Hingucker. Diesmal säumten allerdings über 12.000 Menschen den Spreebogen um die vielen geschmückten Boote, Kanus und Floße zu bewundern. Darunter waren auch einige Mitstreiter aus Regensburg, die mit einem vollen Bus nach Berlin auf die Demonstration zu Land kamen.

2014-05-10 Stretchbike voll aufgebaut an Land 2014-05-10 Stretchbike Einstieg 2014-05-10 Bild 2 Stretchbike im Humboldthafen kurz vor dem Startschuss

Mit der aktuellen Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes steht für die Regensburger Windmüller viel auf dem Spiel. In den letzten Jahren ging der Ausbau der Windkraft auch in Bayern gut voran. Die knapp 30 Windpower-Bürgerwindmühlen sind im Eigentum von fast 3.000 Gesellschafterinnen und Gesellschaftern aus der Region. Nun droht eine erhebliche Verschlechterung der politischen Rahmenbedingungen. „Die jetzigen Vorschläge zur Reform sind vollkommen kontraproduktiv. Sie würden die Erneuerbaren unnötig ausbremsen. Wichtig wäre jetzt, die Fördermechanismen umzugestalten. Es entsteht ein völlig verzerrtes Bild, wenn die EEG-Umlage von den Verbrauchern direkt zu bezahlen ist, während die Subventionen für die fossile und atomare Energieerzeugung über den Bundeshaushalt oder Sozialversicherungen laufen.“, beschreibt der Geschäftsführer Johann Lenz ein Motiv für sein politisches Engagement.

2014-05-10 Bild 4 Stretchbike vor dem Berliner HBF 2014-05-10 Bild 3 Stretchbike vor dem Kanzleramt

Wie günstig eigentlich die Erneuerbaren Energien im Vergleich zu anderen Energieformen sind, zeigt sich dieser Tage bei der Forderung der vier Stromkonzerne die Kosten und Risiken des Rückbaus ihrer Atomkraftwerke an den Bund zu übertragen. Dazu der Windpower-Mitarbeiter Armin Schmid: „Energieerzeugung aus Atomkraft sowie aus Braun- und Steinkohle ist veraltet. Die ökonomischen und ökologischen Folgekosten kann sich keiner leisten! Wer der nächsten Generation eine lebenswerte Umwelt übergeben will, muss jetzt eine bezahlbare, nachhaltige und erneuerbare Energieversorgung sicherstellen.“

Link zu einem Videobeitrag des Rundfunk Berlin-Brandenburg: https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2014/05/Demonstration-fuer-Energiewende-Berlin.html

PM: Windpower fährt nach Berlin auf die Energiewende Demo

Stretchbike Windpower Aufbau im Trockenen 2014Mit einem Wasserfahrzeug der besonderen Art machen sich am morgigen Freitag, den 09.05.2014 die Windmüller der Regensburger Windpower GmbH auf den Weg in die Hauptstadt zur Großdemonstration „Energiewende nicht kentern lassen!“.[1] Die von der Bundesregierung geplante Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) und die von der bayerischen Landesregierung geforderte Abstandregelung 10H für Windräder zur Wohnbebauung bedrohen den Ausbau der Erneuerbaren Energien! Ein breites Bündnis geht am Samstag im Berliner Regierungsviertel gegen diese Klimaverschmutzungsgesetze auf die Straße.

Demonstriert wird im Spreebogen sowohl zu Land als auch zu Wasser. Für ihre Teilnahme haben sich die Regensburger ein Aufsehen erregendes Gefährt besorgt. Das sogenannte Stretchbike ist ein Wasser-Fahrrad Marke Eigenbau.[2] Am gestrigen Mittwoch wurde es für einen Probelauf auf der Donau zu Wasser gebracht. Zahlreiche Spaziergänger und Jogger im Regensburger Donaupark verfolgten das Spektakel und wurden im Gespräch über die bevorstehende Demonstration in Berlin informiert. Im Laufe der letzten Tage hatte das Windpower-Demonstrations-Team, bestehend aus dem Geschäftsführer Johann Lenz, dem Leiter der technischen Betriebsführung Clemens Reichl sowie den Mitarbeitern Martin Bschlangaul, Marco Troppmann und Armin Schmid ihr Wasserfahrzeug bereits in Stand gesetzt und geschmückt. Im fertigen Zustand werden noch Banner mit der Aufschrift „Rettet das EEG!“ sowie Rettungsringe mit den Aufschriften „Kohle stoppen“ und „Planet retten“ die inhaltlichen Forderungen zum Ausdruck bringen.

Foto 1 2014Die Demonstration soll die Ausbaudeckel, die verpflichtende Direktstromvermarktung, die Einführung von Ausschreibungsmodellen und weitere Maßnahmen stoppen! Der aktuelle Kurs der Regierungen ist angesichts des jüngsten Berichts des Weltklimarates und des erneuten letztjährigen Jahrhunderthochwassers höchst besorgniserregend. Anstatt die Anstrengungen bei allen zur Verfügung stehenden grünen Energietechnologien und auch bei der Gebäudedämmung sowie beim Verkehr und in anderen Bereichen zu intensivieren, wird die nachhaltige grüne Stromerzeugung als der böse Kostentreiber hingestellt und voll ausgebremst. Dabei lässt man die enormen Folgekosten der fossilen Energieerzeugung einfach unter den Tisch fallen.

[1] Energiewende Demo: http://energiewende-demo.de/
[2] Stretchbike: http://www.heidenauer-hinterhofschmiede.de/index.php?site=stretchbike

Besuch der SIMLA e.V. am Windrad Lengenfeld 1

Am Samstag, den 15.03.2014 konnte die technische Betriebsführung der Windpower GmbH an der Bürgerwindenergieanlage Lengenfeld 1 eine Besuchergruppe der Solarinitiative München Land e.V. begrüßen. Die 18 Teilnehmer erlebten das hochmoderne Windkraftwerk vom Typ Senvion 3.2M114 unter Volllast und waren von den Dimensionen und den hohen Erträgen der Windmühle beeindruckt.

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Neben den Besuchern aus Oberbayern nahmen auch vier Schüler der Altmühltal-Realschule Beilngries den Besichtigungstermin wahr. Sie informierten sich anlässlich eines Projektes zum Thema „Eneuerbare Energien“ mit Schwerpunkt Windkraft über die Funktionsweise der Windmühle. Soweit möglich, versucht die Windpower Besichtigungen der Windparks anzubieten. Ein Blick in das Innere einer Windkraftanlage ist eine spannende Erfahrung.

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