Atomkraft: Wir übernehmen euer Risiko nicht!

AtomkraftDeutsche Umwelthilfe fordert Verstaatlichung der Rückstellungen für Atomkraftwerke – Betreiber sind für Rückbau selbst verantwortlich!

RWE, E.ON und EnBW wollen aussteigen – aus der Verantwortung für ihre alten Atommeiler. Jahrzehntelang haben die Bosse der drei Atomkonzerne fette Gewinne eingefahren. Pünktlich zum Atomausstieg wollen sie nun die Verantwortung für Ihre hoch subventionierten Gewinnbringer loswerden. Der Bund, und damit der Steuerzahler, soll die Risiken des Abbaus tragen. Im Gegenzug wollen die Konzernchefs auf einige Klagen gegen den Bund verzichten.

Lassen wir uns nicht von den Konzernen über den Tisch ziehen!

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. hat einen Musterbrief für Sie vorbereitet, mit dem Sie Kanzlerin und Umweltministerin auffordern können, die Betreiber nicht aus ihrer Verantwortung zu entlassen.

PM: Regensburger Windmüller strampelten in Berlin für die Energiewende!

2014-05-10 Bild 1 Stretchbike Die CrewDas Wasserfahrrad der Regensburger Windmüller ist wohlbehalten zurück in der heimischen Garage angekommen. Am Samstag, 10.05.2014 hatte es auf der bundesweiten Energiewende Demo seinen großen Auftritt. Gemeinsam mit 120 weiteren Wasserfahrzeugen waren die Windpower-Demonstranten mit ihrem Stretchbike auf dem Spreebogen mitten im Berliner Regierungsviertel unterwegs. Sie forderten den weiteren kraftvollen Ausbau der Erneuerbaren Energien und stellten sich gegen eine Renaissance der Klimakiller Kohle und Atom.

Nachdem das kuriose Gefährt bereits letzte Woche in Regensburg bei einer Testfahrt auf der Donau, Höhe Westpark, die Blicke auf sich zog, war es auf der bunten Demonstration in Berlin erneut ein Hingucker. Diesmal säumten allerdings über 12.000 Menschen den Spreebogen um die vielen geschmückten Boote, Kanus und Floße zu bewundern. Darunter waren auch einige Mitstreiter aus Regensburg, die mit einem vollen Bus nach Berlin auf die Demonstration zu Land kamen.

2014-05-10 Stretchbike voll aufgebaut an Land 2014-05-10 Stretchbike Einstieg 2014-05-10 Bild 2 Stretchbike im Humboldthafen kurz vor dem Startschuss

Mit der aktuellen Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes steht für die Regensburger Windmüller viel auf dem Spiel. In den letzten Jahren ging der Ausbau der Windkraft auch in Bayern gut voran. Die knapp 30 Windpower-Bürgerwindmühlen sind im Eigentum von fast 3.000 Gesellschafterinnen und Gesellschaftern aus der Region. Nun droht eine erhebliche Verschlechterung der politischen Rahmenbedingungen. „Die jetzigen Vorschläge zur Reform sind vollkommen kontraproduktiv. Sie würden die Erneuerbaren unnötig ausbremsen. Wichtig wäre jetzt, die Fördermechanismen umzugestalten. Es entsteht ein völlig verzerrtes Bild, wenn die EEG-Umlage von den Verbrauchern direkt zu bezahlen ist, während die Subventionen für die fossile und atomare Energieerzeugung über den Bundeshaushalt oder Sozialversicherungen laufen.“, beschreibt der Geschäftsführer Johann Lenz ein Motiv für sein politisches Engagement.

2014-05-10 Bild 4 Stretchbike vor dem Berliner HBF 2014-05-10 Bild 3 Stretchbike vor dem Kanzleramt

Wie günstig eigentlich die Erneuerbaren Energien im Vergleich zu anderen Energieformen sind, zeigt sich dieser Tage bei der Forderung der vier Stromkonzerne die Kosten und Risiken des Rückbaus ihrer Atomkraftwerke an den Bund zu übertragen. Dazu der Windpower-Mitarbeiter Armin Schmid: „Energieerzeugung aus Atomkraft sowie aus Braun- und Steinkohle ist veraltet. Die ökonomischen und ökologischen Folgekosten kann sich keiner leisten! Wer der nächsten Generation eine lebenswerte Umwelt übergeben will, muss jetzt eine bezahlbare, nachhaltige und erneuerbare Energieversorgung sicherstellen.“

Link zu einem Videobeitrag des Rundfunk Berlin-Brandenburg: https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2014/05/Demonstration-fuer-Energiewende-Berlin.html

PM: Windpower fährt nach Berlin auf die Energiewende Demo

Stretchbike Windpower Aufbau im Trockenen 2014Mit einem Wasserfahrzeug der besonderen Art machen sich am morgigen Freitag, den 09.05.2014 die Windmüller der Regensburger Windpower GmbH auf den Weg in die Hauptstadt zur Großdemonstration „Energiewende nicht kentern lassen!“.[1] Die von der Bundesregierung geplante Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) und die von der bayerischen Landesregierung geforderte Abstandregelung 10H für Windräder zur Wohnbebauung bedrohen den Ausbau der Erneuerbaren Energien! Ein breites Bündnis geht am Samstag im Berliner Regierungsviertel gegen diese Klimaverschmutzungsgesetze auf die Straße.

Demonstriert wird im Spreebogen sowohl zu Land als auch zu Wasser. Für ihre Teilnahme haben sich die Regensburger ein Aufsehen erregendes Gefährt besorgt. Das sogenannte Stretchbike ist ein Wasser-Fahrrad Marke Eigenbau.[2] Am gestrigen Mittwoch wurde es für einen Probelauf auf der Donau zu Wasser gebracht. Zahlreiche Spaziergänger und Jogger im Regensburger Donaupark verfolgten das Spektakel und wurden im Gespräch über die bevorstehende Demonstration in Berlin informiert. Im Laufe der letzten Tage hatte das Windpower-Demonstrations-Team, bestehend aus dem Geschäftsführer Johann Lenz, dem Leiter der technischen Betriebsführung Clemens Reichl sowie den Mitarbeitern Martin Bschlangaul, Marco Troppmann und Armin Schmid ihr Wasserfahrzeug bereits in Stand gesetzt und geschmückt. Im fertigen Zustand werden noch Banner mit der Aufschrift „Rettet das EEG!“ sowie Rettungsringe mit den Aufschriften „Kohle stoppen“ und „Planet retten“ die inhaltlichen Forderungen zum Ausdruck bringen.

Foto 1 2014Die Demonstration soll die Ausbaudeckel, die verpflichtende Direktstromvermarktung, die Einführung von Ausschreibungsmodellen und weitere Maßnahmen stoppen! Der aktuelle Kurs der Regierungen ist angesichts des jüngsten Berichts des Weltklimarates und des erneuten letztjährigen Jahrhunderthochwassers höchst besorgniserregend. Anstatt die Anstrengungen bei allen zur Verfügung stehenden grünen Energietechnologien und auch bei der Gebäudedämmung sowie beim Verkehr und in anderen Bereichen zu intensivieren, wird die nachhaltige grüne Stromerzeugung als der böse Kostentreiber hingestellt und voll ausgebremst. Dabei lässt man die enormen Folgekosten der fossilen Energieerzeugung einfach unter den Tisch fallen.

[1] Energiewende Demo: http://energiewende-demo.de/
[2] Stretchbike: http://www.heidenauer-hinterhofschmiede.de/index.php?site=stretchbike

Besuch der SIMLA e.V. am Windrad Lengenfeld 1

Am Samstag, den 15.03.2014 konnte die technische Betriebsführung der Windpower GmbH an der Bürgerwindenergieanlage Lengenfeld 1 eine Besuchergruppe der Solarinitiative München Land e.V. begrüßen. Die 18 Teilnehmer erlebten das hochmoderne Windkraftwerk vom Typ Senvion 3.2M114 unter Volllast und waren von den Dimensionen und den hohen Erträgen der Windmühle beeindruckt.

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Neben den Besuchern aus Oberbayern nahmen auch vier Schüler der Altmühltal-Realschule Beilngries den Besichtigungstermin wahr. Sie informierten sich anlässlich eines Projektes zum Thema „Eneuerbare Energien“ mit Schwerpunkt Windkraft über die Funktionsweise der Windmühle. Soweit möglich, versucht die Windpower Besichtigungen der Windparks anzubieten. Ein Blick in das Innere einer Windkraftanlage ist eine spannende Erfahrung.

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Windpower unterstützt Aufruf zur Demo am 8.3.2014 – „Dezentrale Energiewende retten!“

Am Samstag, 08.03.2014 lädt die CSU Regensburg Land zu Ihrem Wahlkampfabschluss nach Regenstauf in die Jahnhalle ein. Herr Ministerpräsident Horst Seehofer wird auch kommen. Diese Gelegenheit soll genutzt werden, um unsere energiepolitischen Vorstellungen kund zu tun.

Wir rufen daher gemeinsam mit

zu einer Demonstration unter dem Motto „Dezentrale Energiewende retten“ auf!

Zeit: Samstag, 8. März 2014, 10:00 Uhr
Ort: vor dem Eingang der Jahnhalle, Jahnstraße 6, 93128 Regenstauf, Stadtplanlink

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Einwendungen gegen neues tschechisches Energiekonzept geltend machen!

Unser Nachbarland Tschechien hat ein neues Energiekonzept entwickelt und plant einen drastischen Ausbau der Atomkraft statt erneuerbarer Energien als Ersatz für die Kohle.

Dies bedeutet nicht nur Neubauten von Atomkraftwerken an den bestehenden Standorten Dukovany und Temelín, sondern es sollen weitere Standorte geprüft und erschlossen werden. Außerdem sind Leistungserhöhungen und Laufzeitverlängerungen auf 60 Jahre geplant. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit schwerer Unfälle mit grenzüberschreitenden Auswirkungen.

Weil Neubauten von Atomkraftwerken nicht wirtschaftlich sind, drängt Tschechien darauf, dass die Atomkraft als kohlenstoffarme Technologie anerkannt wird und Subventionsmöglichkeiten in die neuen EU-Beihilfe-Richtlinien aufgenommen werden. Damit würde Atomkraft den erneuerbaren Energien gleichgestellt.

Bitte unterstützen Sie die Aktion „Kein Atomprogramm in Tschechien“ und senden Sie bis 18. März eine Einwendung gegen das Energiekonzept an das tschechische Umweltministerium. Das Umweltinstitut München e.V. gibt hierzu eine Hilfestellung.

Emnid-Umfrage: 76 % für Ausbau der Windkraft in Bayern!

Laut einer repräsentativen Umfrage von TNS-Emnid im Zeitraum 13.02. bis 17.02.2014 befürworten 76 % der Bayern den Ausbau der Windkraft in unserem Bundesland. Ebenfalls interessant ist das Ergebnis, dass lediglich 18 % eine neue Stromtrasse befürworten, sollte diese Kohlestrom nach Bayern transportieren. Sollte eine Stromtrasse für den Transport Erneuerbarer Energien (z.B. Wind aus dem Norden der Republik) benötigt werden, so sind 59 % der Befragten für den Bau. „Horst Seehofer macht Energiepolitik gegen die bayerische Bevölkerung. Noch nicht einmal jeder achte Bayer unterstützt seinen Kurs, Windkraft und Netzausbau gleichzeitig zu verhindern“, sagte Oliver Moldenhauer von Campact. „Den Bayern ist klar: Wer aus der Atomkraft aussteigt, muss Windkraft konsequent ausbauen – und deswegen unterstützen sie dies. Jetzt muss Seehofer endlich aufhören, die Windkraft in Bayern abzuwürgen.“

Weitere Informationen können Sie den genauen Fragestellungen und Ergebnissen entnehmen.

Interview mit Uwe Leprich in der Zeitschrift „neue energie“

Herr Uwe Leprich, seit 2008 Leiter des Instituts für Zukunftenergiesysteme in Saarbrücken, nimmt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „neue energie“ Stellung zu den EEG-Reformplänen der Bundesregierung sowie der bayerischen Landesregierung. Das Interview beleuchtet verschiedenste Aspekte und gibt einen sehr guten Einblick in die Diskussion und die verschiedenen Argumente.

Das Interview kann online in der Leseprobe der Zeitschrift „neue energie“ nachgelesen werden.